Freitag, 28. Juli 2017

Holding Up The Universe by Jennifer Niven - Review♡


"We`re all weird and damaged in our own way. You`re not the only one." - Jennifer Niven♡


Vor zwei Wochen war ich für zwei Wochen auf Fuerteventura im Urlaub und während unserem Aufenthalt auf der Insel kam ich endlich wieder einmal dazu richtig viel zu lesen. Ganze acht Bücher habe ich in den vierzehn Tagen verschlungen und zumindest zu einem möchte ich eine Review verfassen. "Holding Up The Universe" von Jennifer Niven habe ich gekauft, weil mir "All The Bright Places" (deutsch: All die verdammt perfekten Tage) von ihr unglaublich gut gefallen hat. Und ich wurde nicht enttäuscht!

Zum Buch

Titel: Holding Up The Universe

Autorin: Jennifer Niven

Umfang: 388 Seiten (Taschenbuch)

Knopf Verlag

Inhalt

Als Libby Strout, bekannt als "Amerikas Fettester Teenager" endlich ihren Träumen folgen und zur High School gehen kann, wird sie gleich zu Beginn Opfer eines schrecklichen Spiels. Als Folge davon müssen sowohl sie selbst als auch Jack Masselin zur Gruppentherapie und gemeinnützigen Dienst leisten. Anfangs können sie einander nicht leiden, doch schon bald merken sie, dass sie sich in der Gegenwart des jeweils anderen etwas weniger alleine fühlen. Denn keiner kennt die beiden wirklich. Weder Libby, die nach dem Tod ihrer Mutter ihre eigene Trauer und die ihres Vaters in der Sicherheit des eigenen Hauses bewältigen musste, noch Jack, der keine Gesichter erkennen kann und sich deshalb hinter einer coolen, lockeren Fassade versteckt...

Meine Meinung

"Holding Up The Universe" ist eine schöne Geschichte über Ängste und Liebe und das befreiende Gefühl der Wahrheit. Als erstes ist mir bei diesem Buch das schöne Cover aufgefallen. Mir gefällt die Gestaltung sehr, auch wenn sie für mich nicht direkt etwas mit der Geschichte zu tun hat.

Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt: Der von Libby und der von Jack. Ich mochte das extrem, weil man dadurch eine bessere Einsicht in die Gefühle und Gedanken der Charakteren bekommen hat. Ausserdem führen diese beiden Perspektiven zu sehr kurzen Kapiteln, was ich als sehr angenehm wahrgenommen habe. Dadurch, dass die Kapitel so kurz sind, kann man auch immer mal wieder, wenn man nur wenig Zeit hat, ein oder zwei Kapitel lesen und mir fällt es irgendwie auch leichter, Bücher mit eher kurzen Kapiteln zu lesen.

Die beiden Hauptcharakteren Libby und Jack sind einerseits normale Teenager, haben andererseits aber Probleme, die alles andere als normal sind. Libby kämpft mit Panikattacken und ihrer schweren Vergangenheit, während Jack an einer Krankheit leidet, die es ihm nicht erlaubt, Gesichter zu erkennen. Besonders Jacks Krankheit und wie sie von Niven beschrieben wird, fand ich sehr eindrücklich. Ich kann mir nicht vorstellen, wie es sein muss, wenn man nicht einmal seine eigene Familie problemlos erkennen kann, sondern sich immer auf Dinge wie ihre Gangart, die Haare, die Hautfarbe, etc. verlassen muss. Meine Lieblingsfigur in der Geschichte ist aber jemand anderes und zwar Jacks kleiner Bruder Dusty. Dusty ist noch sehr jung und trotzdem hat auch er schon mit Problemen zu kämpfen, weil er anders ist als die anderen Kids. Gerade durch diese Probleme hat er aber auch eine sehr reife und weise Weltansicht und von ihm könnten sich viele Leute eine Scheibe abschneiden.

Zu guter Letzt fand ich auch wirklich toll, dass Libby schlussendlich nicht abnehmen muss, um glücklich zu sein oder um anderen zu gefallen. Viel zu oft werden in Büchern die Probleme der fülligeren Charakteren gelöst, indem sie abnehmen - und plötzlich alles perfekt läuft für sie. Das ist hier nicht so und das fand ich gut, denn in der heutigen Zeit, in der sich viele junge Mädchen in ihrem Körper unsicher und unwohl fühlen, ist es wichtig, auch einmal Heldinnen in Büchern darzustellen, die ihre Probleme nicht mit einem Gewichtsverlust bekämpfen, sondern ihren Körper so akzeptieren, wie er ist.

Der einzige negative Punkt, den man vielleicht nennen könnte, ist, dass das Ende etwas vorhersehbar ist. Doch mich hat das bei dieser Geschichte überhaupt nicht gestört. Denn obwohl mir klar war, wie das Buch enden wird, hat mich die Geschichte trotzdem gepackt und an keiner Stelle gelangweilt.

Aus all diesen Gründen gebe ich "Holding Up The Universe" von Jennifer Niven fünf von fünf Sternen! Für den Fall, dass euch das Buch interessiert, verlinke ich es hier.

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