Sonntag, 10. September 2017

Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie von Lauren Oliver - Review♡


"I guess that`s what saying goodbye is always like, like jumping off an edge. The worst part is making the choice to do it. Once you`re in the air, there`s nothing you can do but let go." - Lauren Oliver♡


Zum Buch

Titel: Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie

Autorin: Lauren Oliver

Verlag: Carlsen

Umfang: 448 Seiten (Hardcover)

Inhalt

Samantha Kingston hat alles: Sie ist hübsch, beliebt, hat drei beste Freundinnen und einen Freund, um den sie die anderen Mädchen beneiden. Der 12. Februar hätte ein Tag wie jeder andere sein sollen, doch stattdessen wird es ihr letzter. Sie stirbt bei einem Autounfall - und wacht am Morgen desselben Tages wieder auf. Immer und immer wieder muss sie ihren letzten Tag durchleben und begreift langsam, dass es um mehr geht, als einfach nur ihr eigenes Leben zu retten...

Meine Meinung

Als ich das Buch angefangen habe zu lesen, wusste ich nicht mehr, worum es darin geht. Ich habe den Klappentext, als ich es gekauft habe, gelesen, doch das war schon eine ganze Weile her und ich konnte mich nicht mehr an den Inhalt erinnern. Also liess ich mich überraschen und wurde gleich auf den ersten Seiten mit Sams Tod konfrontiert. Das hat mir erstaunlicherweise sehr gefallen, denn auch wenn dadurch ein Teil der Handlung bereits verraten wird, fand ich es einen interessanten und vor allem ungewöhnlichen Einstieg in die Geschichte.

Samantha durchlebt den 12. Februar wie gesagt mehr als nur einmal. Das ganze Buch über wird eigentlich immer wieder der selbe Tag beschrieben, doch obwohl man gewisse Geschehnisse dadurch irgendwann "vorhersagen" konnte, wurde mir bei der Geschichte nie langweilig. Im Gegenteil: Ich fand es interessant, zu sehen, wie Sam mit der ständigen Wiederholung der Geschehnisse umgeht und wie sie den Tag auf verschiedene Arten durchlebt. Da ist der Tag an dem ihr alles egal ist, oder als sie den perfekten Tag erleben will und jedes Mal verändert ihr Verhalten auch den Verlauf der Story.

Was mir auch sehr gut gefallen hat, ist, dass Samantha Kingston eindeutig nicht die typische Jugendbuch-Heldin ist, die man sonst so kennenlernt. Während die grössten "Fehler" der Protagonistinnen normalerweise ihre Schüchternheit oder ihre Tollpatschigkeit sind, ist Samantha wirklich alles andere als perfekt. Sie ist gemein, teilweise arrogant und oberflächlich. Ein Stück weit hat mich ihre Clique an "Mean Girls" erinnert! Doch gerade dieser schlechte Charakter, den sie hat, machte das Buch umso interessanter, da er natürlich auch viel Platz für Entwicklung liess. Bei mir war es auch so, dass ich Sam anfangs extrem unsympathisch und gegen Ende des Buches unglaublich toll fand.

An diesem Buch hat mich besonders beeindruckt, wie die Autorin sozusagen aus einem einzigen Tag so viel machen konnte. Es war toll, mitanzusehen, wie verschieden dieser eine Tag verlaufen konnte und Lauren Oliver hat, wie ich finde, auch wirklich alles daraus rausgeholt.

Einziger Mangel, den ich finden konnte, ist vielleicht die Storyline mit Kent. Aber auch dieser Mangel ist klein, denn eigentlich fand ich die Storyline zwischen Sam und Kent nahezu perfekt - bis zum Ende. Allgemein war mir das Ende irgendwie etwas zu kurz und zu wenig ausführlich, doch das schlimmste daran war für mich, dass ich nicht noch mehr über Kent lesen konnte. Ich habe seinen Charakter geliebt und hätte noch ewig über ihn weiterlesen können!

Nichts desto trotz kriegt dieses Buch von mir fünf Sterne. Die Geschichte fand ich originell und meiner Meinung nach wurde das Potenzial voll ausgenutzt.

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