Donnerstag, 30. November 2017

NaNoWriMo - My Experience♡


Hallo ihr Lieben♡

Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, stand der letzte Monat ganz im Zeichen des Bücherschreibens - zumindest für die Teilnehmer des NaNoWriMos. Was das ist und wie es mir persönlich dabei ergangen ist, möchte ich euch in diesem Post erzählen.


Was bedeutet NaNoWriMo?

Die Abkürzung NaNoWriMo steht für "National Novel Writing Month". Dieser Anlass findet jedes Jahr statt und ist eine Challenge für Autoren und solche, die es gerne wären. Das Ziel beim NaNoWriMo ist, innert dreissig Tagen, also während des Monats November, 50`000 Wörter zu schreiben, was wirklich eine ganze Menge ist! Hier verlinke ich euch die Website von NaNoWriMo für den Fall, dass euch das Ganze interessiert. 

Wie funktioniert NaNoWriMo?

Rein theoretisch würde es so funktionieren, dass ihr, bevor der Monat startet, euer Buch oder eure Geschichte plottet oder zumindest im Ansatz plant, damit ihr gleich am ersten November mit dem Schreiben anfangen könnt. Dazu gibt es auch gewisse Vorbereitungsangebote und unheimlich viele Videos und Blogposts von anderen Teilnehmern, die ihre persönlichen Tipps und Tricks für eine erfolgreiche Teilnahme verraten. Auf der Website könnt ihr euch dann anmelden und eure Geschichte ankündigen. Das bedeutet, dass ihr euch einen Namen für die Story überlegen müsst. Wenn der Monat dann startet, beginnt ihr einfach ganz normal mit dem Schreiben. Dabei könnt ihr euer Wordcount stets auf der Website eintragen und in einer Statistik wird euch angezeigt, ob ihr im Zeitrahmen liegt oder euch doch lieber ein bisschen beeilen solltet. Ausserdem bekommt ihr immer wieder motivierende Mails und Pep Talks, die euch dazu ermuntern sollen, nicht aufzugeben und das Ziel stets vor Augen zu behalten. 

Wie ist es mir ergangen?

Ich habe dieses Jahr zum ersten Mal beim NaNoWriMo mitgemacht. Ich habe zwar schon zuvor davon gehört, doch irgendwie fand ich dann nie die Zeit und Motivation mich auch tatsächlich dafür anzumelden. Doch da ich meine letzte Geschichte im März fertiggeschrieben habe und seither keine Neue angefangen habe, beziehungsweise immer nach ein, zwei Seiten aufgehört habe, hatte ich das Gefühl, dass dieses Jahr eigentlich perfekt wäre, um es mal auszuprobieren. Mir fehlte das regelmässige Schreiben nämlich und so entschied ich irgendwann im Oktober, es einfach mal auszuprobieren. Ich überlegte mir auch, was ich schreiben wollte und versuchte sogar zu plotten, obwohl mir das überhaupt nicht liegt (ich habe dann aber auch nach dem ersten Kapitel damit aufgehört). Und dann war der November plötzlich da und ich hatte mich noch nicht einmal angemeldet. 

Schlussendlich war der sechste November mein erster Tag, an dem ich mich endlich anmeldete und mit dem Schreiben begann. Die ersten Tage hinkte ich stets hinter dem Tagesziel hinterher, bis ich es am dreizehnten zum ersten Mal schaffte, genug zu schreiben, um meinen Rückstand aufzuholen. Dieses Erfolgserlebnis weckte meine Motivation und gab mir das Gefühl, die fünfzigtausend Wörter bis Ende Monat vielleicht tatsächlich erreichen zu können. 

Das letzte Mal, dass ich eine Geschichte geschrieben habe, brauchte ich für ungefähr 75`000 Wörter ganze acht Monate - dementsprechend utopisch wirkte das Vorhaben der 50`000 Wörter in einem einzigen Monat auf mich. Doch schlussendlich hat mich diese Challenge und dieses scheinbar Unmögliche nur noch mehr angespornt, mein bestes zu geben. Fakt ist, man muss bereit sein, Zeit zu investieren. Viel Zeit. Ich habe an vielen Tagen zwei bis drei Stunden vor dem Computer verbracht und versucht, so viele Wörter wie irgendwie möglich aufs Papier zu kriegen, nur damit ich Ende des Monats das Ziel erreichen konnte. Aber andererseits gab mir diese Deadline wie gesagt auch eine unglaubliche Motivation und einen riesigen Ansporn, den ich so nicht wirklich kannte. Einmal kam ich morgens um halb eins von Freunden nach Hause und habe mich noch ans Schreiben gemacht, weil ich mich gerade so inspiriert gefühlt habe. Das war mir vor diesem Experiment noch nie passiert.

Und dann habe ich es auch tatsächlich geschafft. Am 27. November erreichte ich die 50`000 Wörter und ich kann gar nicht beschreiben, wie toll dieses Gefühl ist. Ich war einfach nur überglücklich, weil ich mir selber bewiesen habe, dass ich das scheinbar Unmögliche schaffen kann und ein toller "Nebeneffekt" davon ist, dass ich mit einer Geschichte, die ich sowieso schreiben wollte, nun schon fast fertig bin.

Würde ich es wieder machen?

Absolut! Ich muss sagen, ich habe seit Montag nicht mehr weitergeschrieben, weil ich das Ziel erreicht habe und dann auch froh war, mal wieder etwas Abstand von dem Ganzen zu gewinnen, doch alles in allem hat mir die Challenge sehr gut gefallen. Jetzt bin ich zwar froh darüber, dass ich auch wieder mehr Zeit zum Lesen habe und abends nicht immer schreiben "muss" aber gerade für Menschen wie ich, die das Schreiben schnell mal hintenanstellen, wenn noch andere Dinge erledigt werden müssen, ist der NaNoWriMo perfekt, um mal etwas mehr Wert aufs Geschichten-Erzählen zu setzen!

Ob ich nächstes Mal wieder mitmachen werde, weiss ich noch nicht, ich denke, ich werde dann spontan schauen, was zu der Zeit gerade so anstehen wird und ob ich überhaupt eine Idee für eine Story habe. Damit wünsche ich euch einen schönen Abend und morgen einen tollen ersten Dezember (bald ist Weihnachtennnnn!!!). Ach, und was mich noch interessieren würde: Hat jemand von euch auch mitgemacht? Und falls ja: Habt ihr es geschafft oder vielleicht sogar viel mehr als nötig geschrieben?

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