Sonntag, 15. April 2018

When Dimple Met Rishi by Sandhya Menon - Review♡


“But that was Rishi... he was like a pop song you thought you couldn't stand, but found yourself humming in the shower anyway.” - Sandhya Menon♡


Wenn ihr ab und zu auf Bookstagram vorbeischaut, habt ihr letztes Jahr bestimmt von diesem Buch * gehört. "When Dimple Met Rishi" war eines dieser unglaublich gehypten Büchern und obwohl ich der Versuchung es zu kaufen wirklich lange nicht nachgegeben habe, wanderte es dann letzten Monat als Belohnung für eine Prüfung doch in mein Bücherregal (ich finde - wie ihr sehen könnt - immer einen Grund, wieso ich ein Buch kaufen sollte). Ob und wie es mir gefallen hat, möchte ich nun mit euch teilen.

Zum Buch

Titel: When Dimple Met Rishi

Autorin: Sandhya Menon

Verlag: Simon Pulse

Umfang: 384 Seiten (Taschenbuch)

Inhalt

Dimple Shah hat ihr Leben im Griff. Gerade erst hat sie ihren Abschluss gemacht und ist nun mehr als bereit für eine Pause von ihrer Mutter und deren Vorstellung des "Idealen Indischen Ehemanns". Da kommt das Sommercamp für Programmierer gerade recht.

Rishi Patel ist ein hoffnungsloser Romantiker. Als seine Eltern ihm erzählen, dass seine zukünftige Ehefrau im Sommer das gleiche IT Programm besuchen wird wie er, freut er sich. Sehr.

Als die beiden aufeinander treffen, geraten ihre Zukunftspläne plötzlich ziemlich aus dem Gleichgewicht und sie müssen ihren eigenen Weg in einer Welt aus geplanten Ehen, echter Liebe und unterschiedlichen Werten finden.

Meine Meinung

Zuerst einmal fand ich das Cover extrem schön, was unter anderem auch einer der Gründe war, wieso ich das Buch überhaupt gekauft habe. Ich liebe dieses fröhliche knallige Orange und das Bild mit dem Eiskaffee - der in der Geschichte übrigens auch eine Rolle spielt. Ausserdem freute ich mich total auf die Story, weil es mal etwas anderes ist. Ich habe bisher nur sehr wenige Bücher mit indischen Protagonisten gelesen und war gespannt darauf, vielleicht etwas über die indische Kultur und die Unterschiede zu unseren Leben zu erfahren. So weit die Vorstellung.

Als ich die Geschichte zuerst fertiggelesen habe und mir überlegte, wie viele Sterne ich ihm auf Goodreads "verleihen" sollte, dachte ich an fünf. Einfach weil es ein Buch war, das mir gut gefallen hat und Bücher aus dem Young Adult Genre sind für mich sowieso meist Lieblinge. Doch dann habe ich mir auf Goodreads einige Rezensionen durchgelesen, das Buch nochmals Revue passieren lassen und mich schlussendlich nur für drei Sterne entschieden. Aber zuerst zum Positiven.

Die Storyline war für mich relativ vorhersehbar, auch wenn es die ein oder andere Nebenhandlung gab, die ich so nicht erwartet hätte, doch das störte mich nicht gross. Es ist auf den ersten Blick eine süsse Liebesgeschichte mit viel Romantik und ein bisschen frischem Wind.

Auch gut fand ich, dass die Autorin ein bisschen Diversität in das Buch gebracht hat. Zum einen natürlich eben durch die indischen Protagonisten, doch es gab auch einen Charakter, der bisexuell ist (was in der Story zwar keine Rolle spielt - aber trotzdem), was für mich einen Pluspunkt dargestellt hat.

Wie ich weiter oben bereits erwähnt habe, freute ich mich auch sehr darauf, etwas über eine andere Kultur zu erfahren - doch da wurde ich leider ein wenig enttäuscht. Klar, es wurden immer wieder einzelne indische Begriffe eingeworfen und Dimples Verwandte tragen stets traditionelle Kleidung - aber das war`s auch schon fast. Denn obwohl die ganze Geschichte aus dem Brauch der arrangierten Ehe entspringt, erfuhr ich während des Lesens kaum etwas über indische Traditionen und Werte, was ich dann doch recht schade fand.

Soweit dachte ich also nach dem Lesen des Buches, wobei mir da schon aufgefallen ist, dass es wohl eher ein Viersterne- anstatt ein Fünfsternebuch ist. Und dann las ich wie gesagt einige Rezensionen und bei genauerem Nachdenken fielen mir immer mehr Dinge ein, die mich gestört haben.

Zum einen gibt es das Manko der eher faden Protagonisten. Anfangs dachte ich gleich, dass Dimple eine starke Persönlichkeit im Sinne von starke, unabhängige Frau ist und obwohl sie das sicher auch darstellt, war sie für mich eher ein launisches, unsympathisches Mädchen. Auch mit Rishi konnte ich nie richtig warm werden, denn obwohl er sich teils sehr liebevoll und süss verhält, grenzt das Ganze für mich manchmal ein wenig an Obsession und ich konnte die beiden einfach nicht ins Herz schliessen. Sie waren ein Stück weit einfach wirklich nervige Charakteren.


Dazu kommt, dass das Verhältnis zwischen den beiden alles andere als unproblematisch ist, doch darauf möchte ich hier - im spoilerfreien Teil der Rezension nicht näher eingehen. Auf jeden Fall kann man sagen, dass mich an diesem Buch im Nachhinein einiges frustriert und enttäuscht hat und ich es - leider - nicht wirklich empfehlen kann. Nun werde ich noch ein wenig ausführlicher über die negativen Seiten berichten, jedoch wird dieser Teil vollgepackt sein mit Spoilern: Falls ihr das Buch noch nicht gelesen habt und das noch vorhabt, solltet ihr vielleicht also lieber nicht weiterlesen!

Spoiler!

Die Problematik bei dem Buch liegt für mich zu einem grossen Teil in der Art, wie Dimple Rishi behandelt. Sie ist oftmals sehr abschätzig, was ihn betrifft und es wird auch immer wieder erwähnt, dass sie ihn schlägt. Zwar sollen es wohl "kumpelhafte" Schläge sein, die nicht ernst gemeint sind, jedoch sind sie anscheinend stark genug, um ihm Schmerzen zuzufügen, was für mich nicht gerade zum Bild einer idealen Beziehung gehört. Dazu kommt die ganze Geschichte mit dem Anschauen seines Skizzenbuches und dem Senden seiner Skizzen an den berühmten Künstler. Klar, sie sagt, sie tut es, um ihm zu helfen und damit er sich nicht um sein eigenes Glück bringt, doch schlussendlich ist es einfach so, dass er mehrfach betont hat, dass er genau das nicht will und trotzdem schnüffelt sie hinter seinem Rücken herum und missbraucht sein Vertrauen enorm. Und auch bevor das passiert, drängt sie ihn immer wieder dazu, Dinge zu tun, zu denen er eigentlich nicht bereit ist, wie zum Beispiel gegen das Mädchen im Zeichnungsbattle anzutreten. Alles in allem finde ich die Beziehung zwischen den beiden einfach extrem problematisch und ungesund und finde es falsch, dass so etwas in einem Jugendbuch als "gute Beziehung" dargestellt wird, da es jungen Menschen ein falsches Bild davon vermitteln kann, was in einer Beziehung okay ist.

Und ein weiterer Punkt, der mich enorm gestört hat, ist, wie Dimple über andere Mädchen spricht. Sie stellt Mädchen, die sich vielleicht auch ein wenig für ihr Äusseres interessieren gleich als schlechter dar und besonders im Kopf geblieben ist mir eine Stelle, in der sie sich über ein anderes Mädchen lustig macht, mit einem Spruch in die Richtung von "dann würde sie vielleicht sogar Kohlenhydrate essen", bloss weil sie sehr dünn ist. Auch hier muss ich sagen, dass ich es einfach falsch finde, wenn so etwas in einem Buch steht, das sich junge Menschen kaufen, die sehr beeinflussbar sind. Damit wird das Bild vermittelt, dass es nicht okay ist, dünn zu sein, ohne darauf zu achten, dass es auch einfach Menschen gibt, die von Natur aus so sind, was wiederum zu Komplexen und Selbstzweifeln führen kann und schlicht unnötig ist.

*     *     *

So das war es nun mit meiner Rezension über "When Dimple Met Rishi". Ich habe dem Buch auf Goodreads wie gesagt drei von fünf Sternen gegeben und würde mich sehr dafür interessieren, wie ihr die Geschichte gefunden habt, falls ihr das Buch gelesen habt!

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** Alle GIFs via giphy.com

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